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PRO-TECT FÜR STARTUPS IN DER CORONA-KRISE

Bei Pro-Tect handelt es sich wie bei Pre-Seed um ein Wandeldarlehen der L-Bank. Das Förderprogramm richtet sich an fortgeschrittene Startups, die aufgrund der Corona-Pandemie einen temporären und bis zu 12 Monate dauernden, zusätzlichen Liquiditätsbedarf haben, z.B. weil Finanzierungsrunden nicht stattfinden oder Aufträge wegbrechen. Ziel von Pro-Tect ist es, diesen Liquiditätsengpass bis zum Erreichen der Finanzierungsreife zu überbrücken. Das Programm richtet sich auch an Startups, die bereits eine Pre-Seed-Förderung erhalten haben und/oder bereits eine erste Finanzierungsrunde erfolgreich beendet haben.

Durchschnittlich wird mit einem Finanzierungsbedarf von 200.000€ kalkuliert. Start-ups können aber zwischen 50.000€ und in Ausnahmefällen max. 400.000€ beantragen. Das Finanzierungsinstrument setzt sich aus einer mindestens 20%-igen Risikobeteiligung durch einen Co-Investor und der 80%-igen Förderung durch das Land Baden-Württemberg zusammen. Der Co-Investor kann seinen Anteil auch bis zu 50% aufstocken.

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WELCHE STARTUPS KÖNNEN PRO-TECT ERHALTEN?

Das Programm Start-up BW Pro-Tect richtet sich an Startups, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Es muss sich um ein wachstumsorientiertes Geschäftsmodell handeln, welches im Kern von innovativen Produktentwicklungen oder Anwendungen getragen wird.
  • Aufgrund der Corona-Pandemie wurden seit dem 11.03.2020 Liquiditätsengpässe ausgelöst, wodurch ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf zur Stabilisierung des Unternehmens und dem Erreichen der Finanzierungsreife erforderlich ist.
  • Die Berechnungsgrundlage für den Finanzierungsbetrag ist der „Cashburn“, also die fortlaufenden zahlungswirksamen Kosten abzüglich etwaiger Umsätze der nächsten 12 Monate.
  • Die Gründung des Start-ups darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen und es wurden noch keine Gewinne ausgeschüttet, siehe Artikel 22 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO).
  • Grundsätzlich darf noch nicht mehr als 3,0 Millionen Euro Eigenkapital aufgenommen worden sein.
  • Die Empfehlung sowie die Begleitung muss durch einen Start-up BW Accelerator und Programmpartner von „Start-up BW Pre-Seed“ erfolgen.
  • Private Co-Investoren müssen mindestens 20% der jeweiligen Gesamtfördersumme zu gleichen Konditionen wie das Land übernehmen. Das Co-Investment kann auch aus dem Gesellschafterkreis übernommen werden.

Die Bestimmungen stehen von L-Bank zum Download bereit.

Downloadbereich L-Bank

DOKUMENTE FÜR DIE ANTRAGSTELLUNG

Folgende Unterlagen sind für die Antragstellung notwendig:

  • Antrag Pro-Tect
  • Anlage nach dem Geldwäschegesetz (GWG)
  • Formular Pro-Tect für das Entscheidungsgremium
  • Co-Investorenvertrag
  • Satzung oder Gesellschaftervertrag
  • Gesellschafterliste inkl. Unterschriften
  • HR-Auszug
  • Kopie gültiger Personalausweise (aller Gesellschafter)
  • Gesellschafterbeschluss zur Teilnahme an Pro-Tect
  • Letzter Jahresabschluss
  • Businessplan inkl. Finanzplan
  • Liquiditätsplanung der nächsten 12 Monate
  • Die letzten drei Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) inkl. Summen- und Saldenlisten (SuSa)
  • Term Sheets oder LoIs für anstehende Finanzierungsrunden (falls vorhanden)
  • Erklärung Kleinbeihilfe

Einige Dokumente für die Antragstellung stehen von der L-Bank zum Download bereit. Alle weiteren Formulare und Vorlagen erhaltet ihr von uns.

Downloadbereich L-Bank

INVESTMENTBEISPIEL

Ein Start-up beantragt eine Förderung in Höhe von 200.000€. Das Land Baden-Württemberg bzw. die L-Bank übernimmt 80%, also 160.000€. Ein privater Co-Investor, z.B. Business Angel, Risikokapitalgeber oder mittelständisches Unternehmen, oder ein*e Gesellschafter*in des Startups, investiert mindestens 20% der Gesamtsumme, in diesem Beispiel also 40.000€. Der Anteil kann auch bis zu 50% aufgestockt werden und damit dem gleichen Betrag wie vom Land und der L-Bank (160.000€) entsprechen. Das Startup würde in diesem Beispiel dann eine Gesamtsumme von 320.000€ erhalten.

Die Fördersumme vom Land und der L-Bank kann entweder zuzüglich Zinsen zurückgezahlt oder in Eigenkapitalanteile gewandelt werden. Wahrscheinlicher ist aber, dass das Darlehen nach einer erfolgreichen Finanzierungsrunde abgelöst wird. Bei einem Verlustfall oder Insolvenz verfällt das Darlehen.